Sinusitis lindern

Der Übergang zwischen einem „normalen“ Schnupfen (Rhinitis) und einer Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis) ist fließend. Daher werden die beiden Krankheitsbilder oft unter dem Begriff „Rhinosinusitis“ zusammengefasst. Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume des Schädels, sie werden unterschieden in Stirn-, Kiefer-, Siebbein- und Keilbeinhöhlen. Bei einer Sinusitis sind am häufigsten die Kiefer- und Siebbeinhöhlen betroffen, deutlich seltener die Stirn- und Keilbeinhöhlen.

Eine Frau zieht den Mantel am Hals zusammen, um die Kälte abzuhalten

Frühzeitig reagieren

Eine gute Nasenpflege durch das Befeuchten der Raumluft, ausreichendes Trinken und Nasenspülungen mit isotonischer Kochsalzlösung können ebenso vorbeugend wirken wie das konsequente Vermeiden von Reizstoffen.

Wichtig ist, Infekte gut auszukurieren, denn für die meisten akuten Entzündungen der Nasennebenhöhlen sind virale Atemwegsinfekte (Erkältung, grippale Infekte) verantwortlich. Die Nasenschleimhaut schwillt an, produziert einen zähflüssigen Schleim, der schlecht abfließt, und die Erreger können sich in den Nasennebenhöhlen vermehren. Begünstigend wirken unter anderem Allergien, Asthma, anatomische Engstellen (z.B. schiefe Nasenscheidewand, Polypen) sowie Reizstoffe wie Tabakrauch oder Luftverschmutzung. 


Bakterien können sich auf eine bestehende Virusinfektion „aufsetzen“ und den Verlauf verlängern oder verschlimmern, daher ist es wichtig, möglichst frühzeitig aktiv zu werden. Eine chronische Sinusitis kann Folge einer akuten oder subakuten Entzündung der Nasennebenhöhlen sein, jedoch auch unabhängig davon durch Bakterien oder Allergien ausgelöst werden. Neben „Hausmitteln“ wie Inhalationen mit Wasserdampf (ggf. mit Kochsalz), die den Schleim verflüssigen und das Druckgefühl lindern können, werden warme, feuchte Umschläge auf Stirn oder Wangen häufig als angenehm empfunden und können Schmerzen etwas reduzieren. Homöopathische und pflanzliche Wirkstoffe können zusätzlich helfen, die Symptomatik zu verbessern und den Krankheitsverlauf zu verkürzen. Abschwellende Nasensprays sollten nur kurzfristig eingesetzt werden, um eine Gewöhnung zu vermeiden. Wann zum Arzt? Halten die Beschwerden länger als etwa 7 Tage an, verschlechtern diese sich nach anfänglicher Besserung wieder deutlich oder bei anhaltendem Fieber sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

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